120 Tage sind rum – ein Zwischenfazit


Heute feiern wir sozusagen ein kleines Jubiläum – 120 Tage Restaurierung Triebwagen 227. An den 100. Tag haben wir überhaupt nicht gedacht. Eigentlich sind solche Zahlen auch eher unwichtig, viel wichtiger ist es, dass es voran geht. Unser selbst gestecktes Ziel, im Mai (2017!) mit den Wagen fertig zu sein, steht immer noch. Da nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche gearbeitet wird, sind wir da ganz optimistisch.

Im administrativen Bereich sind ebenfalls etliche Dinge zu erledigen, die auf das Stundenkonto 227 gehen. So gilt es für die Fahrzeugabnahme sämtliche Arbeiten entsprechend zu dokumentieren. Womit man sich auch stundenlang beschäftigen kann – Woher bekommen wir neue Dichtungsgummis für Teile der Seitenfenster und die Türscheiben? Die Profile werden nicht mehr hergestellt und sind somit auch nicht mehr lieferbar. Fündig wurden wir in den Niederlanden bei einer Firma, die Gummiprofile in kleinen Mengen nach Muster nachproduziert. Da diese Firma auch schon für unsere Museumskollegen in Amsterdam tätig war, dürften wir dort in den besten Händen sein.

Jetzt aber ein kleiner Rückblick auf das vergangene Wochenende:

Der neu eingebaute Fussboden auf der vorderen Plattform erhielt seinen ersten Anstrich.

Die Ausschnitte für das Gestänge zum Zentralfahrschalter und für die Handbremse haben ihre endgültige Größe erhalten. Im nächsten Schritt beginnt der Wiedereinbau der Inneneinrichtung. Wir arbeiten uns von vorne nach hinten durch.

Die erste Holzseitenverkleidung für die Plattform ist fertig und bereit zum Einbau.

Die Karosserieabteilung hat inzwischen das Blech für das Heck neu angefertigt, inklusive der Ausschnitte Brems- und Rücklichter.

Der Zielschildkasten ist auch bereits fertig aufgearbeitet. Eine erste „Stellprobe“ mit einem Zielschild der Linie 17.

Zur besseren Reflexion der Beleuchtung ist der Zielschildbereich im Wagenkasten auch in weiß lackiert. Die Glühbirnen gehören eine Etage höher – zur Liniennummer.

Auch der Innenbereich des Liniennummernkasten wird aus Gründen der besseren Beleuchtung weiß lackiert.

Die Schubtüren der Zwischenwand zwischen vorderer Plattform und Fahrgastraum sind mittlerweile auch in Arbeit. Dicke Schichten poröser alter Klarlack sorgen für ein stundenlanges Abschleifen. Hier ein Bild von der „Halbzeit“.

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